10.6.'09
"Predige, Luther, so will ich dieweil sehen,
  daß man die Pferde sattele."


Philipp der Großmüthige zum Reformator 


Prostitutionsgesetz -
Fakten und Folgen

Informationen und Meinungen
zur Marburger Großbordellaffaire

BürgerInneninitiative gegen die Einrichtung eines Großbordells in Marburg-Wehrda

Offener Brief der Marburger Fa.
DRUCKWERKE / Prinz&Partner

Unabhängiges Gutachten von Dr. Peter Hauck-Scholz.

Pressespiegel Großbordell Marburg, "Entscheidungsfindung"  ;-]

Pressespiegel Marburger Menschenhändler- Zwangsprostitutionsprozeß

Pressespiegel zum bordellgefährdeten Unternehmen DRUCKWERKE

Pressespiegel überregional

Pressespiegel KEIN Großbordell in Norderstedt: Kompetenter Magistrat schmettert "Bewerber" ab.



Marburger ärgern sich über "Riesen-Bordell"
Das größte Großbordell Mittelhessens in Marburg?


"Mut zur Intoleranz!"

Prof. Carlo Schmid, Sozialdemokrat,
Grundgesetz-Gründungsvater





Glückwunsch! Bürger von Schorndorf setzen sich gegen prostitutionsfreundlichen OB
und seine Schergen und Kumpane durch:

kein-bordell-fuer-schorndorf.de


Schorndorfer Text zur Marburg-Mittelhessischen Großbordellaffaire:

>>
SKANDAL IN MARBURG

In Marburg (Mittelhessen) hat die Stadtverwaltung (Magistrat) mit ihrem Bürgermeister an der Spitze trotz massiver Gegenwehr einer Bürgerinitiative und starker Proteste der von einem Großbordell direkt betroffenen Firmen , welche über starke Umsatzeinbußen und Imageprobleme klagen, den Bordellbetreibern die Baugenehmigung erteilt.

Außer einigen formalen Versäumnissen, die dieser Entscheidung des Magistrats zu Grunde liegen und die Genehmigung deshalb anfechtbar macht, scheinen zusätzlich noch weitere interessante Details unter der Oberfläche vorhanden zu sein, die es wert sind, genauer beleuchtet zu werden:
Marburg-News vom 17.12.2005
Marburg * (fjh) Irgendwas stimmt da nicht!
<<

 http://www.kein-bordell-fuer-schorndorf.de/z-thema/Marburg-1.htm


Warum gerade Marburg?

Spricht man mit insb. jungen Marburgern über das befürchtete größte Großbordell Hessens,
kommt berechtigt die Frage "Warum gerade Marburg?" Wiesbaden z.B. hat reicheres Klientel,
wie andere vergleichbare Städte, in Marburg überwiegt 's studentische Bafög-Publikum,
eigentlich kaum profitversprechend. Sinn machte es, wenn man den Einzugsbereich vergrößert:
ganz Mittelhessen. Ein weiterer Grund wäre, versetzte man sich in die Lage von Großprostitutions-
investoren, die Blauäugigkeit, Unbedarftheit und Naivität der hiesigen politischen Verantwortlichen.

Blick in die Lokalpresse, und oberflächliche Recherche zum Thema Organisierte Kriminalität und
Zwangsprostitution, müßten beim durchschnittlich Interessierten die Alarmglocken schrillen lassen.
Schön, daß wir uns hier auf unser erfahrenes zuständiges Marburger Dezernat für Organisierte Kriminalität
und Zwangsprostitution verlassen können, und dessen eingespielte Zusammenarbeit mit der Ausländerbehörde,
und dem BKA, oder wie? (Sorry, kleines Scherzchen.)
"Tamara"-
Spaßberatung pflegt bekennenderweise leider eher Distanz zur Polizei,
sowie Distanz zur Migrantenprostitution.

Literaturtip zum Thema, Basislektüre für sog. "Entscheidungsträger",
 und insb. diesen mit Nachdruck empfohlen:


dp special
Supplement der Zeitschrift Deutsche Polizei Nr. 7/97
Die legalen Mittäter –
Über Hintermänner, Finanziers und Profiteure der
Organisierten Kriminalität


Von Werner Rügemer

Auszüge:

>>
[...]

Verdienstspannen bei der Ausbeutung illegaler Prostituierter
(abhängige, illegale Prostitution in Bordell oder Privatwohnung;
Modell- und Durchschnittsrechnung, Bruttobeträge)

Erwirtschaftung durch Prostituierte 25.000 DM / Monat
Davon erhalten:
Betreiber (für Miete) 7.500 DM / Monat
Subunternehmer (für Verpflegung u.ä.) 1.500 DM / Monat
Vermittler, Schleuser, Transporteur 4.000 DM / Monat
Zuhälter 10.000 DM / Monat
Prostituierte 2.000 DM / Monat

[...]
Doch so mancher Ermittler, auch wenn er sich über seine Erfolge freut,
fragt sich inzwischen, ob es sich bei diesen Aktionen wirklich um Erfolge handelt.
Mit der klassischen Methode – Gebäude umstellen, Razzia, Prostituierte
oder Arbeiter kontrollieren – kommt man nicht weiter.

„Wir müssen an die Legallogistik heran!“
 – so wird im Landeskriminalamt die langjährige Erfahrung
im Umgang mit der OK zusammengefaßt.
„Bisher hat man immer bei den Arbeitern angefangen,
bei den sogenannten Soldaten. Aber das waren Scheinerfolge.
Für die ausgewiesenen Illegalen werden sofort neue Illegale nachgeholt.“

Um an die Hintermänner, Auftraggeber, Finanziers, Großprofiteure heranzukommen,
muß das Ermittlungsinstrumentarium erweitert werden.
Initiativermittlungen sind nötig, ebenso Branchen- und Unternehmensanalysen.
Wenn Wirtschaftskriminalität sich dadurch auszeichnet,
daß kaufmännischer, betriebswirtschaftlicher und unternehmerischer
Sachverstand eingesetzt werden, dann müssen die Ermittler
gerade hier Kompetenzen bekommen.
Auf der anderen Seite müssen die Opfer besser geschützt
und als Verbündete im Kampf gegen OK und Wirtschaftskriminalität behandelt werden.
Der Zeugenschutz für aussagebereite Prostituierte ist hierfür ein wichtiger Anfang.

„Erst wenn wir die Legallogistik offenlegen,
kann der Öffentlichkeit deutlich werden, daß wir Hilfe brauchen.“

Und Öffentlichkeit und Politik brauchen ihrerseits Hilfe,
um ihre lähmende und gefährliche Selbsttäuschung zu überwinden.

___________________________________________________________________
*Für die Erstellung dieses Berichts wurden Gespräche mit Mitarbeitern der Dienststellen
Organisierte Kriminalität und Wirtschaftskriminalität in den Polizeipräsidien von Gelsenkirchen, Köln und Krefeld
sowie im Landeskriminalamt von Nordrhein-Westfalen geführt.
Legale Mittäter wurden in der Regel telefonisch befragt.
Ausgewertet wurden die Lagebilder Organisierte Kriminalität des Bundeskriminalamts [ http://bka.de ]
und mehrerer Bundesländer sowie die Berichterstattung zahlreicher deutscher Tageszeitungen,
insbesondere die Lokalberichterstattung.
Die Auswahl der Aussagen und Unterlagen liegt in der Verantwortung des Autors.

>>

Marburger Grüne: Presseerklärung zur Erteilung der Baugenehmigung für ein Bordell in der Siemensstrasse

http://www.gruene-marburg.de/pm_vom_xx_xx_2005.15083.0.html

http://www.gruene-marburg.de/aktuelles/


Anarchistische Pogo-Partei Marburg:
 
...
Schließlich bringt die Kommerzialisierung des Geschlechtsverkehrs eine Menge Probleme mit sich:
Halblegalität, Zwangsprostitution, Förderung von männlich dominierten Gewaltstrukturen
und Untergraben der Freiwilligkeit des Geschlechtsaktes.
Dieser Weg zur Triebbefriedigung ist nicht die Vorstellung der APPD!
Wir fordern daher:
Schluss mit dem Großprojekt Kommerzielle Mitfickzentrale in Wehrda!
Schluss mit der Kommerzialisierung der Triebbefriedigung! ...

http://www.appdmarburg.de/

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WEINHEIM: Direkte Demokratie wagen. Bürger  kämpfen gegen Großbordell und Zwangsprostitution,
gegen verstockte, hartleibige "Entscheidungsträger".

http://www.buendnis-fuer-weinheim.de

>> ...
Aber es bleibe ja noch der Weg der Klage gegen das geplante Großbordell,  womöglich schon gegen den Bauvorbescheid. Hier ist Bayer nach wie vor zuversichtlich, dass das "Bündnis für Weinheim" gewinnt. Die "Kriegskasse" der Bürgerinitiative ist offenbar gut gefüllt. Jedenfalls erklärte Bayer: "Wir haben gesammelt, wir können uns auch einen Prozess leisten." <<

Quelle: wnoz.de 04.01.2006   Fundort: http://www.test-ag.de/00000392.html



SWR-report-Sendung
Rotlicht-Steuer –
Wie der Staat im Milieu abkassiert



Bordell-Eröffnung in München: Security mit kugelsicheren Westen
http://www.region-muenchen.de/index.php?site=news&news_ID=673

Delmenhorst: Bürger Befürchten Bordell
http://www.dk-online.de/index.php?artikel=984251


Münster wehrt sich gegen Großbordell - 2
http://www.echo-online.de/suedhessen/template_detail.php3?id=349814

Münster wehrt sich gegen Großbordell
http://www.echo-online.de/suedhessen/template_detail.php3?id=343537



Ärger um Bordell in Gießen
http://www.hr-online.de/website/rubriken/nachrichten/index.jsp?rubrik=5710&key=standard_document_15842842


Staatsanwältin fordert lebenslange Haftstrafen
http://www.stimme.de/nachrichten/hohenlohekreis/art1919,687731.html


Menschenhändlerbande im westpolnischen Grenzraum ausgehoben
http://www3.e110.de/artikel/detail.cfm?pageid=67&id=72850

Bordell-Mitarbeiter bei Messerstecherei schwer verletzt
http://www.welt.de/data/2005/02/24/543564.html





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